Erstsemesterguide

Liebe Erstsemester der Politikwissenschaft an der Uni Regensburg,

der Einstieg in den Studienalltag konfrontiert einen mit einigen Herausforderungen. Nicht nur wohnt man oftmals das erste Mal alleine, sondern findet sich auch in einer fremden Stadt wieder. Als wäre das nicht genug, muss man auch herausfinden, wie dieses „studieren“ eigentlich funktioniert. Um euch den Einstieg hierbei etwas zu erleichtern, haben wir auch einen kleinen Guide zusammengestellt.

1. Der Start ins Studium
Ihr habt einen Studienplatz ergattert und die Vorlesungszeit rückt näher. Viele Fragen rauschen euch durch den Kopf. Wie studiert man denn nun eigentlich? Gleich vorweg, das studieren selber müsst ihr für euch entdecken. Was die Organisation angeht, wird euch aber glücklicherweise unter die Arme gegriffen. Sicherlich habt ihr irgendwo zwischen euren Unterlagen einen Handzettel liegen, der auf eine Einführungsveranstaltung, eine Woche vor Vorlesungsbeginn, verweist. Wenn es euch möglich ist, besucht diese bitte! Dort werden euch grundlegende Dinge für euer Studium erklärt, z.B. wie man seinen Stundenplan zusammenstellt, welche Vorlesungen und Seminare man besuchen muss oder welche Leistungsanforderungen es überhaupt gibt. Ergänzend dazu empfehlen wir euch herzlichst den „Leitfaden für den Studiengang Bachelor, B.A.“ des Instituts.

2. Der Stundenplan
Nun wisst Ihr, was man alles während des Studiums belegen muss und plötzlich fällt euch ein: „Hey, ich muss mir ja auch noch einen Stundenplan zusammenstellen!“ Was belegt man also wann genau? Erstmal ist es eigentlich egal, in welcher Reihenfolge Ihr was absolviert – solange Ihr eure Module abschließt. Auf jeden Fall solltet Ihr jedoch im ersten Semester die Vorlesung „Einführung in die Politikwissenschaft“ belegen und nach Möglichkeit „Einführung in die Methoden der Politikwissenschaft“. Nach Möglichkeit darum, weil die Methoden-Vorlesung nur im Sommersemester angeboten wird: Keine Angst also, wenn Ihr diese nicht gleich am Anfang belegen könnt.

Besonders solltet ihr bei der Zusammenstellung eures Stundenplans darauf achten, dass er nicht zu überfüllt ist. Studieren unterscheidet sich gegenüber der Schule grundlegend: Statt alles vorgekaut zu bekommen, müsst ihr sehr viel Eigeninitiative mit einbringen. Besonders das Studium der Politikwissenschaft ist ein reines Lesestudium, in welchem von euch erwartet wird, dass Ihr euch auch eigenständig Wissen aneignet. Da dies recht viel Zeit in Anspruch nehmen kann, empfehlen wir euch, pro Semester nicht mehr als 14 Wochenstunden im Umfang von ca. 30 ECTS zu belegen. Vergesst dabei aber bitte nicht eure Nebenfächer. Im ersten Semester darf es gerne auch weniger sein und, keine Panik, man schafft sein Studium trotzdem in der vorgeschriebenen Zeit.
Auf diese Weise könnt ihr euch einen Eindruck vom Umfang des Studiums und den Anforderungen der verschiedenen Kurse machen. Wenn Ihr den Arbeitsumfang gelernt habt einzuschätzen, könnt ihr natürlich auch mehr machen.

3. Welche Grundkurse soll man denn jetzt belegen?
Obwohl Ihr frei wählen könnt, welchen Kurs ihr wann belegt, sollte euch der jeweilige Schwierigkeitsgrad klar sein. Beispielsweise könnt ihr euch mit „Einführung in die politische Philosophie“ ein gutes Grundlagenwissen über die politische Ideengeschichte aneignen und euch an das wissenschaftliche Arbeiten herantasten. Die „Einführung in die internationale Politik“ solltet Ihr hingegen auf ein späteres Semester verlegen, da Ihr hier intensiv mit politischen Theorien arbeiten müsst. Dies wird euch sicherlich leichter fallen, wenn ihr bereits erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten sammeln konntet.

4. Die Hausarbeit
Worauf ihr unbedingt achten solltet ist, dass ihr (je nach Leistungsanforderung) in jedem Kurs eine Hausarbeit oder einen Essay schreiben müsst. Nicht zu verwechseln mit den Schulhausaufgaben! Eine Hausarbeit im Studium ist im Prinzip eine wissenschaftliche Abhandlung, welche Ihr in den Semesterferien schreibt. Diese können sich als äußerst zeitintensiv erweisen, besonders im ersten Semester, wenn ihr mit der Herangehensweise noch nicht so vertraut seid.

Darum würden wir euch ans Herz legen, erst erstmal nur einen Grundkurs zu belegen. Dann habt ihr die gesamten Semesterferien genug Zeit, euch mit der ersten Arbeit auseinander zu setzen und den Arbeitsaufwand einschätzen zu lernen. Wenn Ihr für die erste Hausarbeit rund vier bis sechs Wochen einplant, werden ihr zeitlich sicherlich keine Probleme bekommen.
Sollte die Hausarbeit dann trotz allem nicht so recht gelingen und ihr sie nicht bestehen, könnt ihr sie noch zwei Mal nacharbeiten. Aber keine Sorge, schwer ist das Schreiben einer Hausarbeit nicht. Zu eurer Unterstützung stellen die einzelnen Lehrstühle bzw. Professuren des Instituts euch sogar einen Leitfaden zur Verfügung. Schaut dort unbedingt mal rein. Dadurch könnt ihr auch die vom Lehrstuhl gestellten Anforderungen besser einschätzen. Wenn ihr dann eure ersten Erfahrungen mit den Hausarbeiten sammeln konntet, könnt ihr die Kursanzahl und damit das Arbeitspensum langsam erhöhen.

5. Die Kursanmeldung im LSF
In den meisten Fällen meldet ihr euch für Kurse im LSF an. Sollte es Abweichungen davon geben, steht das in aller Regel im Info-Text der Veranstaltung. Für Vorlesungen genügt es einfach nur hinzugehen.

Ihr solltet bei Vorlesungen allerdings darauf achten, dass diese oft nur jedes zweite Semester angeboten werden. Die Professoren bzw. Dozierenden halten meistens im Semesterwechsel jeweils einmal eine Einführungsvorlesung und eine Aufbauvorlesung. Ebenfalls wechseln sich die Professoren mit sogenannten Forschungssemestern ab, in welchem sie sich ausschließlich ihrer wissenschaftlichen Arbeit widmen und keine Vorlesung halten.

Wenn Kurse zu verschiedenen Terminen angeboten werden, könnt ihr für diese Prioritäten vergeben: Dabei werden die Kursplätze immer zuerst an die Leute vergeben, die den entsprechenden Kurstermin mit Priorität 1 markiert haben, dann Priorität 2, usw. Solltet ihr mal einen Platz bekommen, ihn aber nicht beanspruchen wollen, zeigt euch doch bitte solidarisch mit den anderen Studierenden und meldet euch wieder ab, um den Platz für jemand anderen frei zu machen.

6. Keinen Kursplatz bekommen?
Leider kann es in eurem Studium immer mal wieder vorkommen, dass ihr in keinen Kurs hinein kommt. Sollte dies passieren, müsst ihr euch aber keine Sorgen machen! Oftmals hilft es dem jeweiligen Dozierenden eine E-Mail zu schreiben oder einfach zum ersten Kurstermin hinzugehen. Häufig kommen Leute, die angemeldet waren, nicht oder es werden doch mehr Kursplätze vergeben; das liegt aber an euren Dozierende, verpflichtet sind diese dazu nicht und es bedeutet natürlich auch einen wesentlich größeren Arbeitsaufwand. Nehmt es also nicht als Selbstverständlichkeit.

Wenn es mal gar nicht klappt braucht ihr nicht enttäuscht sein. Ihr könnt dann immer noch mehr Vorlesungen belegen, euch intensiver euren Nebenfächern und dem freien Wahlbereich widmen, oder einfach mal ein etwas ruhigeres Semester einschieben.

7. Die Anmeldungen zu Prüfungen
Für Prüfungen müsst Ihr euch immer fristgerecht in FlexNow anmelden. Die Fristen findet ihr hier. Achtet darauf, dass ihr euch bei Vorlesungen nur für die Klausur anmelden müsst, aber in Kursen für das Referat UND die Hausarbeit, also zweimal! Für die Anmeldung zu Prüfungen müsst ihr eure TAN-Liste bereithalten. Habt ihr sie einmal verloren oder alle TANs aufgebraucht, erhaltet ihr gegen Vorlage eures Ausweises eine neue im Prüfungsamt. Alternativ gibt es auf FlexNow im Navigationsmenü auch die Möglichkeit, eine neue TAN-Liste zu beantragen; dazu braucht ihr allerdings eine Transaktionsnummer.

Besteht ihr eine Prüfung nicht oder gebt ihr eine Hausarbeit nicht fristgerecht ab, müsst ihr euch erneut zu den entsprechenden Fristen in FlexNow anmelden. Vergesst das bitte nicht!
Sollte es euch dennoch passieren, wendet euch unbedingt schnellstmöglich an die Sekretärin des entsprechenden Lehrstuhls. Diese können euch in aller Regeln nachtragen. Wie immer gilt, verpflichtet sind sie dazu nicht und manche Dozierende bestehen auch darauf, dass man die Fristen einhält.

8. Noch was?
Puh, das war jetzt aber schon einiges! Wir hoffen euch den Einstieg ins Studium etwas erleichtert zu haben. Wenn ihr weitere Fragen habt, schaut doch mal in unseren FAQ-Bereich oder kommt einfach mal bei uns im Fachschaftszimmer (PT 1.0.1, gegenüber der PT-Cafete) vorbei, schreibt uns auf Facebook eine Mail oder sprecht uns einfach auf einer unserer Veranstaltungen an. Wir freuen uns unglaublich über euer Interesse und natürlich noch mehr, wenn wir euch persönlich kennenlernen dürfen.

Solltet ihr Lust auf ehrenamtliches Engagement, soziale Kontakte und Mitbestimmung haben, seid ihr herzlich bei uns eingeladen. Die Mitgliedschaft steht Allen offen, die Interesse am Fachbereich Politikwissenschaft haben und sich einbringen wollen. Schaut doch einfach auf einer unserer Sitzungen vorbei. Wir treffen uns jeden Montag um 18 Uhr (Stand: WiSe 2016/17) in PT 1.0.5, rechts – ein paar Türen weiter neben dem Fachschaftszimmer. Wir freuen uns auf euch!

Bis dahin liebe Grüße, einen guten Einstieg und viel Erfolg in eurem Studium.

Eure
Fachschaft Politikwissenschaft.